Lisa Pathfinder sucht nach Gravitationswellen

Lisa Pathfinder sucht nach Gravitationswellen

Anfang Dezember hat die ESA ihren Satelliten „Lisa Pathfinder“ auf eine lange Reise durchs All Richtung Sonne geschickt. Mit einer Veganer Trägerrakete startete der Satellit in Kourou „Französisch Guyana“ zu seiner Mission.

Sein Ziel ist die Nachweis der von Einstein vor 100 Jahren im Rahmen seiner Relativitätstheorie aufgestellten Behauptung der Gravitationswellen.

Im Inneren von Lisa schweben 2 Goldwürfel in einem genau vermessenen Abstand von 35 Zentimetern, die ständig mit einem Laser überprüft wird. Verändert sich der Abstand, so könnte das der Nachweis für eine Gravitationswellen sein. Doch das ist eher unwahrscheinlich, wie Karsten Danzmann vom Albert-Einstein-Institutut in Hannover, berichtet.

Statt dessen testet der Satellit in seiner Mission die Technik für eine weitaus größere  Messanordnung, mit der dann der Nachweis gelingen kann.

In der dann folgenden Mission sollen drei Satelliten ausgesetzt werden. Diese sollen dann in der Form eines gleichzeitigen Dreiecks mit einer Kantenlänge von 1 Million km (mit Laser vermessen und kontrolliert) durchs All reisen.

Das Ziel dieser Reise könnten dann Neutronensterne sein. Neutronensterne (auch Pulsare genannt) sind sehr massereiche Sterne wie der PR J0348+0432. Dieser hat nur einen Durchmesser von 20 km, dreht sich 25 mal pro Sekunde um seine eigene Achse und ist dabei doppelt so schwer wie unsere Sonne. In einem Würfel von der Größe eines Stück Würfelzucker bringt er es auf ein Gewicht von mehr als 1 Milliarde Tonnen.

Am 22. Januar hat Lisa ihr Ziel erreicht und damit begonnen, die zwei identischen Testwürfel abzusetzen. Am 1. März wird dann mit der Arbeit begonnen, um zu beweisen, dass Gravitation messbar ist.

Quelle: ESA Science & Technology

 

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