Die interessante Zahl: 84. Mrd. Euro

Die interessante Zahl: 84. Mrd. Euro

84 Mrd. Euro, so die Schätzungen, hat die Katastrophe in Fukushima, bis heute gekostet. Und noch immer sind die Reaktoren nicht unter Kontrolle. Nur 16,6 Mrd. Euro hat der Betreiber Tepko davon übernommen. Den Rest muss die Bevölkerung tragen.

Das geht aus einem Artikel der Zeitschrift der Energie-Allee der Juwi Holding AG hervor.

Das Atomenergie billig und sauber ist, stimmt auch nur, solange wir auf die Erzeugung des Stromes schauen und nicht die Kosten für den Bau eines AKW (die Kosten laufen jeute auf ca. 1 Mrd. US$ für ein AKW) und die richtige Entsorgung der verbrauchten Brennstäbe kümmern. Und auch da ist Fukushima ein negativ Beispiel, denn der Betreiber Tepco hat anstatt seine Brennstäbe zu entsorgen, diese einfach in seinem Kühlbecken gelagert. Mit dem Erfolg, dass diese nach dem Tsunami zu schmelzen begannen.
Quelle: Investor Verlag

Die Auswirkungen der Fukushima Katastrophe Quelle: Investor Verlag

Die Juwi Holding AG  ist mir im Zusammenhang mit der Dokumentation „Die 4. Revolution“ aufgefallen. In dieser geht es um den Einsatz „Erneuerbare Energien“ Dass der Umstieg auf diese nur langsam von statten gehen kann, ist ein Märchen der großen Energiebetreiber, um weiter mit den herkömmlichen das große Geld verdienen zu können.

Wind-, Sonnenenergie und Off-Grid Anlagen

Die Juwi Holding AG befasst sich mit der Erzeugung von Energie aus Sonne-, Windenergie sowie mit dem Bau von Off-Grid-Anlagen. Off-Grid Anlagen sind netzunabhängige Systeme, wie sie zum Beispiel auch im Folke Center genutzt werden.

So verdient ein Unternehmen mit der Erzeugung von Atomstrom mit einem Atomkraftwerk rund 1.500.000 € – pro Tag. Ein Abbau eines solchen Kraftwerks ist kompliziert und teuer, also kein Wunder, dass die Betreiber die Kraftwerke möglichst lange am Netz behalten wollen.

Das der Umstieg schon heute möglich ist, zeigen Beispiele, wie die der Thisted Kommune in Dänemark. Diese nutzt zu annähernd 100 % erneuerbare Energien, die dort selbst produziert werden.

Integrierte Systeme machen es schon heute möglich, sich nur mit erneuerbaren Energien zu versorgen.

Das Folkecenter nutzt dazu ein Integriertes System.
Die Lösung des globalen Energieproblems liegt im gekoppelten Einsatz erneuerbarer Energien, da keine der Energiequellen alleinige Versorgungsgrundlage sein kann und sollte. Im integrierten System des NFC wird Elektrizität durch Windkraftanlagen und Solarzellen produziert. Hinzu kommt Wärme aus Solarkollektoren und Biomasse. In Zeiten von Stromüberschuss wird die Elektrizität mit Hilfe eines elektrischen Boilers in Wärme umgewandelt und umgekehrt werden Engpässe an Strom und Wärme mit einem BHKW  (Blockheizkraftwerk) ausgeglichen. Dieses wird mit Rapsöl betrieben und produziert 8 kW elektrische sowie 16 kW thermische Leistung. Die Hauptstrategie des integrierten Systems besteht darin, sich so autark wie möglich zu versorgen.

Das Folkecenter in DK nutzt die Integration aller System in einem Verbund
Das Folkecenter in DK nutzt die Integration aller System in einem Verbund

Mit dem flächendeckenden Einsatz dieser Systeme würde sich das Landschaftsbild langfristig verändern. Überlandleitungen würden ganz oder teilweise wegfallen, ebenso wie große zentrale Kraftwerksanlagen und Gemeinden und Städte würden mehr zu Selbstversorgern werden. Die Abhängigkeiten der Länder von den erdölproduzierenden Staaten würde weg fallen. Damit  würde es vielen Staaten langfristig wesentlich besser gehen.

China baut hunderte von Kohlekraftwerken – hier wäre der Einsatz von Integrierten Systemen ein guter Weg, um das Landschaftsbild zum guten zu verändern und den CO² Ausstoss drastisch zu reduzieren. Diese Kraftwerke sind für eine durchschnittliche Laufzeit von 40 Jahren konzipiert, was für neu gebaute Kraftwerke einen CO² Ausstoß von ca. 307 Milliarden Tonnen führen würde, wie der Spiegel berichtet hat.

Warum heute noch Kohle- und Kernkraftwerke gebaut werden, bleibt mir ein absolutes Rätsel.

Die Zukunft des Automobilantriebs ist elektrisch.

Das auch Kraftfahrzeuge heute durchaus mit Strom fahren können und dabei wirtschaftlich zu nutzen sind, beweist die Firma Tesla mit Ihren Sportwagen. Diese beschleunigen in 3 Sek. von 0 auf 100 km/h und haben schon jetzt eine Reichweite um 500 km. In drei Stunden sind die Akkus aufgeladen. Der Strombedarf für elektrisch betriebene Autos liegt bei durchschnittlich 2,50 € pro 100 km. Tesla hat mit der Entwicklung von Sportwagen begonnen, um die Möglichkeiten des Elektroantriebs auf zu zeigen. Jetzt arbeiten Sie an der Entwicklung preiswerter Automobile. Aus Sicht des Erfinders gibt es nur den Elektroantrieb als zukunftsweisendes Antriebsmodell, denn auch hier fallen dann fossile Brennstoffe weg. Die Antriebstechnik wird immer wirkungsvoller und auch die Energiepuffer werden besser, was sich in Haltbarkeit, Kapazität und Ladedauer auswirkt.

Tesla Model S Quelle: www.teslamotors.com
Tesla Model S
Quelle: www.teslamotors.com

Zur Zeit, als der Film entstand, brauchte es noch 3 Stunden, um die Akkus komplett zu laden, mittlerweile ist die Zeit dafür auf knapp eine Stunde heruntergegangen.

In Oslo denkt man darüber nach, auch die Puffer der Akkus in Spitzenzeiten des Energiebedarfs zu beleihen, um sie dann bei Stromüberschuß wieder aufzuladen.

Neue Technologien werden immer noch zu sehr ignoriert

Schon jetzt könnten in vielen Städtebauprojekten mehr Energie durch die Sonne erzeugt werden. Viele Neubauten werden komplett mit Glasfassaden gebaut statt hier dann Sonnenkollektoren zu installieren, viele Dachflächen bleiben ungenutzt. Mittlerweile gibt es transparente und halbtransparente Module, weshalb sich der Einbau in Fenster und Türen möglich macht. Die Mehrkosten für solche Fassaden wären innerhalb kürzester Zeit wieder drin, so dass sich schon heute der Einbau lohnen würde. Und gerade auf Hochhäusern könnten auch effiziente Windkraftanlagen mit vertikaler Technik zum Einsatz kommen. Diese sind klein und haben einen guten Wirkungsgrad. Ferner könnte ich mir vorstellen, dass effektive Wärmespeicher in den Kellern von Häusern eingebaut werden könnten und somit nicht einmal im Landschaftsbild auftauchen würden.

So könnten schon jetzt Wohnhäuser überwiegend mit unabhängiger Energie völlig autark aufgebaut werden.

Voll transparente Solarmodule für Fenster und Türen und sogar Handys

Die Entwicklung von transparenten Solarzellen hat große Fortschritte gemacht. Darüber berichtete vor kurzem auch die Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Forschern der Universität Michigan ist es jetzt gelungen, effektive Solarzellen zu entwickeln, die komplett transparent sind. Damit ergeben sich natürlich ungeahnte Einsatzmöglichkeiten, um die notwendige Energie zu erzeugen.

Zahlen zur Energieversorgung unserer Welt

  • 2 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu Licht
  • Mehr als 40 Länder weltweit geben für den Import von Öl mehr Geld aus, als Sie durch Ihren geamten Export einnehmen
  • Das gesamte Einkommen aller Menschen der dritten Welt liegt dabei bei 2 bis 8 % dessen, was Deutschland erwirtschaftet
  • bis 2030 soll der Weltweite Bedarf an Energie um 45 % steigen.
  • Regenerative Energien sind kostenlos, man muss nur einmalig in die Technik investieren
  • in Californien steht ein riesiger toter Windkraftpark. Würde man diese durch neue Anlagen ersetzen, würden sie alleine 5 Atomkraftwerke ersetzen.
  • Die Vereinigung der OPEC haben in 2008 1.000Mrd. Dollar erwirtschaftet. Verwundert es da, dass es die Widerstände gegen die Regenerativen Energien gibt?
  • 2009 wurden 2 Billionen Liter Benzin, Diesel und Kerosin für den Verkehr gebraucht. Das ist 1/4 des gesamten Energiebedarfs.
  • Alleine in Deutschland lagern 120.000 Tonnen Atommüll (Stand 2009)
  • zur Erinnerung: 84 Mrd. Euro hat die Katastrophe von Fukushima bis heute gekostet. Ist Atomkraft unter dem Gesichtspunkt noch eine günstige Energieform? Von der zerstörten Natur mal abgesehen?

Meine Vision für den Einsatz erneuerbarer Energien.

Meine Vision wäre eine Kombination von Dachbegrünungen und Solarbedachungen in Städten, um sowohl den Energie- als auch den Nahrungsbedarf zukünftig decken zu können. Stell dir mal vor, du lebst in einem Hochhaus in der Stadt. Auf dem Dach hast du deinen eigenen kleinen Schrebergarten, in dem du Obst und Gemüse für den Eigenbedarf anbauen kannst, verbunden mit einer Wohlfühloase. Transparente Sonnenkollektoren lassen genug Licht für die Pflanzen herein, das Regenwasser wird gesammelt und zur Bewässerung der Pflanzen genutzt. Durch die gleichzeitige Überdachung kann gleich mehrmals im Jahr geerntet werden.

Quellenangaben:
Spiegel online
Greenpeace
Juwi Holding AG
Folkecenter
Die 4. Revolution – Ein Film über erneuerbare Energien
Blog Finde Dich Selbst
Deutsche Wirtschaftsnachrichten
Bibliotecapleyades.net
Freie Presse

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