Deutschland knickt ein: Zustimmung zu Glyphosat – DWN

Deutschland knickt ein

Die Bundesregierung ist vor dem Saatgut-Konzern Monsanto eingeknickt und stimmt der Neuzulassung von Glyphosat zu. Die Entscheidung ist eine schwere Niederlage für die Gegner des Pestizids, welches sogar von der WHO als vermutlich krebserregend eingestuft wird.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Monsanto könnte erneut der Durchbruch in Europa gelingen. (Foto: Noticias Masverde)

Monsanto könnte erneut der Durchbruch in Europa gelingen. (Foto: Noticias Masverde)

 

Im Streit um die Zukunft des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Europa gibt die Bundesregierung grünes Licht für eine Neuzulassung. Die Süddeutsche Zeitung zitiert am Dienstag aus einem Schreiben des Landwirtschaftsministeriums an die EU-Kommission von Ende März: „Mit seiner Zustimmung möchte Deutschland dazu beitragen, das Verfahren zur Wiedergenehmigung des Wirkstoffs Glyphosat (…) erfolgreich abzuschließen.“

Im Hinblick auf Einschränkungen ist das Papier offenbar vollkommen vage: Deutschland sei „sehr offen“ für das Anliegen einiger Mitgliedstaaten, Glyphosat zur „Steuerung des Erntetermins“ auszuschließen, zitierte die Zeitung. Zudem wolle die Bundesregierung versuchen, eine Textpassage zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Genehmigungsverordnung zu verankern…

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Quelle: Deutschland knickt ein: Zustimmung zu Glyphosat – DWN

Für mich ist diese Zustimmung ein Skandal für den Umweltschutz.

Pestizide haben auch einen Einfluß auf das Bienensterben

Nicht nur, dass die Pestizide unsere Gesundheit gefährden, sie werden auch mit dem Bienensterben in Verbindung gebracht.

Die Ursachen des weltweiten Bienenvölkersterbens sind noch nicht komplett erforscht. Pestizide spielen dabei auf jeden Fall eine entscheidende Rolle, wie ein Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP von 2011 festgestellt hat.

Angesichts eines aktuell weltweit knapp werdenden Nahrungsmittelangebots stellt das Bienenvölkersterben ganz offensichtlich eine ernsthafte Bedrohung mit viel unmittelbareren Auswirkungen als etwa der Klimawandel dar. Dies hat auch der UNEP-Bericht betont.

2008: Millionen Bienen sterben nach Pestizideinsatz am Oberrhein

Im April und Mai 2008 starben in der Region Oberrhein in Baden-Württemberg zehn­tausende Bienenvölker. Verantwortlich dafür war das Insektizid Clothianidin der Firma Bayer Cropscience. Als Saatgutbehandlungsmittel wurde das clothianidinhaltige Mittel Poncho zusammen mit einem Haftmittel auf die Saatkörner aufgetragen und hätte bei der Maisaussaat direkt in den Boden gelangen sollen. Der für Bienen hochgiftige Wirkstoff wurde jedoch auf benachbarte Äcker geweht und dort von Bienen aufgenommen, die kurze Zeit später in Massen starben.

Clothianidin ist ein relativ neues Insektizid aus der Gruppe der Neonikotinoide. Es soll die Pflanze gegen Maiswurzelbohrer, Frittfliege und Drahtwurm schützen. Neonikotinoide sind synthetisch hergestellte Nikotinverbindungen, die als Kontakt- und Fraßgifte auf das Nervensystem wirken. Der Wirkstoff wurde insbesondere für den Einsatz als Saatgutbehandlungsmittel („Beizmittel“) entwickelt.

Quelle: BUND

Die Honigbiene ist für 1/3 unserer Nahrungsmittel verantwortlich. Stribt die Biene, so gerät unsere Welt aus den Fugen. Schau dir dazu auch unbedingt die Seite auf eGarden an. Hier gibt es eine großartige interaktive Präsentation.

Quelle: eGarden

Zurück zu Monsanto.

Der Multimilliarden Dollar Konzern Monsanto ist schon des öfteren mit seinen Produkten negativ in den Schlagzeilen aufgefallen.

Geht es nach Monsanto, so wird auch das Saatgut  von Obst und Gemüse bei Landwirten und Gartenbesitzern reguliert, was so viel bedeutet, dass es nur noch genmanipuliertes Gut verkauft werden darf.

2013 erhielt das Unternehmen dann sogar noch einen Preis für Nachhaltigkeit. Auch damals habe ich schon darüber geschrieben. Es passt für mich einfach nicht zusammen, Monsanto und Umweltschutz in einem Satz zu bezeichnen.

Monsanto wirbt mit seinem Gift Roundup für Umweltverträglichkeit, es wird für Gärten angepriesen. Das BVL hat die Verfütterung von Getreide bei Nutztieren, das dem Gift ausgesetzt war, bereits verboten! Das schreibt NABU auf seiner Webseite.

Wenn auch die Bundesregierung sich blenden lässt – wer immer dafür auch geschmiert wurde – ist es an uns Bürgern, sich mit dem Boykott dagegen zu wehren. Information ist unerlässlich, darum müssen solche Art von Nachrichten geteilt werden.

Was denkst du darüber? Hinterlasse mir doch einen Kommentar.

Quellen:
Deutschland knickt ein: Zustimmung zu Glyphosat – DWN
Monsante erhält World Food Price
NABU
BUND
eGarden

Wer schreibt denn hier?

Frank Ohlsen - Entspannungstrainer, Outdoorcoach, Mentaltraining, Achtsamkeitstraining, wertschätzende KommunikationFrank Ohlsen ist Entspannungstrainer und Outdoorcoach, Computerspezialist und freier Energieberater. Seine Vision von einer besseren Welt lautet: Meine Reisebegleiter jeden Tag ein bisschen glücklicher machen und Wege aufzeigen, dass es so bleibt. Das seine Tätigkeiten dabei keinen Widerspruch bedeuten, beweist er in seinen Blogartikeln und in seiner täglichen Arbeit.

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