Das Competence Center für erneuerbare Energien

Das Competence Center für erneuerbare Energien

Am Samstag, den 07.11.2015 standen die Wissenschaftlichen Institute und Unternehmen in Hamburg unter dem Motto „Nacht des Wissens“. Zu diesem Ereignis öffneten diese für die Öffentlichkeit Ihre Tore.

Nacht-des-Wissens

Ich habe den Abend genutzt, um mich zum einen beim CC4E Competence Center für erneuerbare Energien und Energieeffizienz und zum anderen an der Universität Hamburg  über Klima- und Erdsystemforschung zu informieren.

Hier möchte ich einen kurzen Einblick über den Besuch beim CC4E geben.

Die Schwerpunkte des CC4E

Die innovativen Forschungen des CC4E in Zusammenarbeit mit der HAW (Hochschule für Angewandte Wissenschaften) in Hamburg drehen sich um die Schwerpunkte

  • Windenergie
  • Bioenergie
  • Smart Grids & Virtuelle Kraftwerke
  • Energiespeicher
  • Gebäudeenergieeffizienz
  • Photovoltaik
  • Brennstoffzellentechnologie
  • Akzeptanz & Nachhaltigkeit

Angezogen von den Themen Fledermauswind und SmartGrids machte ich mich auf den Weg ins CC4E.

Mein besonderes Interesse galt vor allem dem Projekt Fledermauswind.

Eine Forschungsgruppe des CC4E beschäftigt sich mit dem besondern Projekt Fledermauswind.

Das Problem: Fledermäuse sind vor allem in den Stunden der Dämmerung besonders aktiv. Bedingt durch die Tatsache, dass auf den Windrädern Leuchten angebracht werden, die Insekten anziehen, folgen auch die Fledermäuse und laufen Gefahr, in die Rotoren zu geraten.

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Die Lösungsansätze: Das Team forscht zum einen an verschiedenen Beleuchtungen, die das Problem lösen, zum anderen aber auch an der temporären Abschaltung der Rotoren während der Dämmerung.

Besonders spannend ist der Einsatz eines Batcorders. Mit Hilfe des Batcorders können die Rufe der Fledermäuse aufgenommen und in einen von Menschen hörbaren Bereich transformiert werden. Damit kann die jeweilige Fledermausart identifiziert werden.

Mithilfe dieser Aufzeichnungen sollen die Verfahren zum Schutz der Fledermäuse verbessert werden.

Der Windpark Curslack

In etwa einem Kilometer Entfernung zum Technologiezentrum entsteht der Windpark Curslack mit fünf Windenergieanlagen der zwei bis drei Megawatt-Klasse.

Bild: Paula Markert / HAW Hamburg Quelle: http://www.haw-hamburg.de/cc4e/energie-campus/windpark-curslack.html

Mit dem Kraftwerk können bis zu 15.000 Haushalte mit umweltfreundlichen Strom versorgt werden. Ferner wird der Windpark mit dem System der Forschungseinrichtung verbunden, um weitere Forschungsvorhaben sowie Synergiepotenziale zu schaffen.

Zahlen zu Windenergieanlagen!
  • Eine 3 Megawatt Anlage versorgt 3000 Dreipersonenhaushalte mit Energie und spart z.B. 3.300 Tonnen Kohle pro Jahr.
  • 1 Jahr Betrieb entspricht 1,14 Millionen Liter Benzin. Bei einem Tankinhalt von 50 Litern sind das 22.800 Tankfüllungen
  • Die Anlage muß 20 Jahre bei normalem Betrieb den Schub eines Airbus A340-200 standhalten (ca. 560 kN) und imExtremfall dem Schub eines A380 mit ca. 1280 kN.
  • Der Wind erzeugt durch die Auftriebskraft an den Rotorblättern ein Drehmoment von ca.1.500.000 Nm. Das ist 2.140 mal so viel wie das Drehmoment eines Porsche 911 Turbo.
  • Die Luft, die innerhalb einer Sekunde durch eine 3 MW Anlage fliegt, wiegt 120t. Das entspricht 100 Autos.
  • Auch wenn es nicht so aussieht, haben Windenergieanlagen eine sehr wichtige Gemeinsamkeit mit Flugzeugen und Gleitschirmen. Wenn Wind um ein Profil strömt, müssen die Luftteilchen an der Oberseite mehr Strecke zurücklegen als auf der Unterseite. Dadurch entsteht von unten ein Druck auf den Flügel, der eine Auftriebskraft erzeugt. Das nennt sich in der Physik der Bernoulli-Effekt.

Smart Grids und virtuelle Kraftwerke

Im Smart Grid Labor werden effiziente und intelligente Lösungen für das Zusammenspiel von Energieerzeugung, -verbrauch und -speicherung entwickelt und getestet.

Durch den Einsatz von digitalen Zählern können in der Demand Site Integration eine Flexibilisierung der Verbraucherseite erfasst werden, um dem flukturierenden Einspeisecharakter der Erneuerbaren Energien gerecht zu werden und eine Belastung der Stromnetze zu reduzieren.

Smart Grid verbindet die unterschiedlichen Technologien, also Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen, BHKW (Blockheizkraftwerke), Biogasanlagen sowie Kälte- und Wärmespeicher auf variable Art und Weise. Hinzu kommen noch die Entwicklung und Erprobung von Speicherkonzepten durch Batterie-, Wasserstoff-, und Methanspeichern.

Intelligente Gebäudetechnik zur Optimierung der Energieeffizienz durch ein intelligentes und variables Steuer- und Regelungskonzept.

Anschauliche Modelle und Plakate sowie Führungen

Mit Hilfe von anschaulichen Modellen wurden die Technologien verständlich erklärt. Zusätzlich wurden Führungen durch das Zentrum abgehalten, durch die dann der Blick auf die Techniken geworfen werden konnte. Plakate ergänzten dann das alles noch einmal.

Fazit

Der Besuch war für mich eine Bestätigung, mit meinem Interesse an „Erneuerbaren Energien“ am Ball zu bleiben. Mit den Forschungen und den Umsetzungen befinden wir uns auf dem richtigen Weg. Doch der Einsatz dieser Techniken sollte schneller forciert werden, um den Abbau von Kohle- und Kernkraftwerken zu beschleunigen und damit die CO² Belastung zu reduzieren, denn nur so können wir unsere Erde vor der Klimakatastrophe retten.

Wer schreibt denn hier?

Frank Ohlsen - Entspannungstrainer, Outdoorcoach, Mentaltraining, Achtsamkeitstraining, wertschätzende KommunikationFrank Ohlsen ist Entspannungstrainer und Outdoorcoach, Computerspezialist und freier Energieberater. Seine Vision von einer besseren Welt lautet: Meine Reisebegleiter jeden Tag ein bisschen glücklicher machen und Wege aufzeigen, dass es so bleibt. Das seine Tätigkeiten dabei keinen Widerspruch bedeuten, beweist er dabei in seinen Blogartikeln und in seiner täglichen Arbeit.

2 Gedanken zu „Das Competence Center für erneuerbare Energien

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